Brüssel - Polen hat die lange umstrittenen Übergangsfristen für den Zugang der Arbeitnehmer auf den Arbeitsmarkt der EU akzeptiert. "Wir haben das Kapitel vorläufig geschlossen und hoffen nun auf gute Fortschritte bei weiteren Kapiteln", sagte der polnische Chefverhandler Jan Truszczynski am Freitag in Brüssel. Die Kommission hat den EU-Beitrittsbewerbern auf Bestreben von Österreich und Deutschland eine Übergangsfrist von maximal sieben Jahren vorgeschrieben. Polen hat damit 20 der 31 Kapitel in den Beitrittsverhandlungen vorübergehend geschlossen. Die neue Linksregierung in Warschau versucht derzeit massiv die Gespräche mit der EU zu beschleunigen und zeigt größere Flexibilität als die frühere konservative polnische Führung. In Polen besteht allerdings wachsende Furcht vor einem Ausverkauf des Landes an die EU. (APA/Reuters)