Brüssel - Die Euro-Münzen sind schon vor ihrem Start als offizielles Zahlungsmittel ein Riesenerfolg. Nach Angaben der EU-Kommission vom Freitag in Brüssel klimpern bereits 3,6 Mrd. der neuen Geldstücke in den Portemonnaies der Europäer. Statistisch betrachtet besitze jeder Einwohner in den zwölf Ländern der Eurozone derzeit zwölf Euro-Münzen. "Ich freue mich über die Begeisterung, mit der die Öffentlichkeit auf die Ausgabe der Euro-Starterkits reagiert hat", sagte EU-Währungskommissar Pedro Solbes. In Deutschland, Portugal, Finnland und Luxemburg seien die Vorräte an den kleinen Plastikbeuteln mit dem neuen Klimpergeld fast oder schon völlig erschöpft. Um die ungebrochene Nachfrage nach den Münzmischungen weiter befriedigen zu können, erhielten deutsche und portugiesische Banken die Erlaubnis, weiteres Euro-Kleingeld zu verkaufen, sagte ein Solbes-Sprecher. Insgesamt schon 122 Millionen Starter Kits verkauft In den Niederlanden, Belgien und Griechenland sind nach den Angaben zwei Drittel der vorab angebotenen Euro-Münzen an den Mann oder die Frau gebracht worden. Insgesamt wurden bislang 122 Millionen Starter Kits im Wert von 1,36 Mrd. Euro (18,7 Mrd. S) verkauft. Als letzte Werbung für die ab dem 1. Jänner 2002 gültigen Euro-Münzen und Scheine hat die EU-Kommission am Freitag außerdem den Schnellzug "Thalys" auf die Reise geschickt. Ein blauer Thalys mit dem Euro-Symbol verkehrt auf den Strecken zwischen Paris, Köln, Düsseldorf, Amsterdam und Ostende. Die Wagen sind neben dem Euro-Zeichen mit einer Partitur bemalt, deren Noten aus Euro-Münzen bestehen. Das Musikstück sei ein Auszug aus der 9. Symphonie Ludwig van Beethovens, der Europahymne, teilte die Brüsseler Behörde weiter mit. Acht Wochen lang wird der "Thalys Euro" über die Schienen rollen. Somit fährt er durch 17 Städte, auf deutscher Seite hält er in Düsseldorf, Köln und Aachen. Pro Tag soll der Euro-Zug, der Platz für 377 Reisende hat, 1.600 Kilometer zurücklegen.(APA/dpa)