Wien - "Die allerschönsten sind sie dann nicht mehr, aber gut verhandelbar." Aber Kerzen leuchten auch auf einem schiefen Baum schön.Dieser Tipp für den Christbaumkauf in letzter Minute stammt vom Wiener Marktamt. Und dort muss es Franz Kopezky als Genehmigungsinstanz für 350 Baummärkte wissen. Zu handeln kann man am 24.12. ab 8 Uhr früh beginnen. Ausverhandelt sollte der Preis pro Laufmeter Tanne (zwischen 100 und 400 Schilling oder 7,27 Euro bis 29,1 Euro) bis 20 Uhr sein. Dann ist Marktschluss - Baum schnell nach Hause schleppen, aufputzen, Geschenke aufbauen. Die Jagd nach dem letzten Geschenk endet ebenfalls um acht Uhr abends. Da müssen auch die Christkindlmärkte ihre Pforten schließen. Sicher heim Das Heimkommen ist die ganzen Feiertage über gesichert: Die Verkehrsbetriebe fahren auf allen Linien wie sonst auch, nur nicht so oft. Am Heiligen Abend gelten die Intervalle der Samstagsfahrpläne. Ab 18.30 Uhr werden die U-Bahnlinien nur alle 15 Minuten fahren, ebenso die Autobus- und Straßenbahnlinien. Ratsam ist es aber, die jeweiligen Aushänge an den Haltestellen zu beachten, da auch zahlreiche Ausnahmen von dieser Regel bestehen. Die Autofahrt von einer Bescherung zur nächsten könnte durch einen polizeilich befohlenen Zwischenstopp unterbrochen werden. Wenn die "wie in einer normalen Nacht" dienstschiebenden Polizisten Alkosünder kontrollieren. Tausende Beamte werden nach Auskunft der Generaldirektion für Öffentliche Sicherheit am Heiligen Abend für Ruhe und Ordnung sorgen. Wer allein zuhause ist zu den Feiertagen, braucht sich noch lange nicht allein gelassen fühlen. Auf den Fernseher als Gesellschafter kann man sich immer verlassen, ob das auf das weihnachtliche Programm zutrifft, ist Geschmackssache. Mehr Unterhaltung und Spaß mit Gleichgesinnten möge der STANDARD-Weihnachtstipp bescheren: 300 Wirte, Barmixer und Restaurantköche halten am 24. Dezember ihre Lokale offen: Weihnachtsrambazamba wird in Form von Cocktails, Snowshows oder candle-light-dinner unterm Restaurantbaum offeriert. Jingle bells inklusive. Das Café Bahnhof in der Felberstraße bietet sogar "je konsumierenden Gast 30 Minuten Internet gratis". Wer weiß, wer noch allein im Netz surft und. (aw/DER STANDARD, Print, 22.12.2001)