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Faistauer/APA
Salzburg - In Kaprun wurde am Sonntag der neue "Gletscherjet 1" auf das Kitzsteinhorn in Betrieb genommen, nachdem die Standseilbahn beim Unglück am 11. November vergangenen Jahres völlig ausgebrannt war und 155 Menschen dabei den Tod gefunden hatten. In nur 165 Tagen sei die neue Anlage - eine der modernsten Seilbahnen der Welt - erbaut worden, hob Peter Präauer, Vorstandsmitglied der Gletscherbahnen Kaprun AG, bei der Eröffnung hervor. Mitarbeiter und Vorstände der Gletscherbahnen zeigten sich bei der Zeremonie äußerst optimistisch. "Der heutige Tag ist ein bedeutender Zeitpunkt für unser Unternehmen und die Region Kaprun. Heute wissen wir, wohin unser Weg führt". Die Gletscherbahnen würden mit dem Betrieb des Gletscherjets, der auch Windgeschwindigkeiten von 110 km/h aushält, ein positives Image setzen, betonte Präauer. "Wir machen alles für die maximale Sicherheit der Fahrgäste", unterstrich das Vorstandsmitglied. "Wir hoffen, dass wir der Region das zurückgeben können, was wir im Jahr 2000 verloren haben", so Vorstandsmitglied Manfred Müller. Denn was nütze die beste Technik, wenn "wir nicht Gottes Segen dazu haben". Am Unglückstag "haben wir die Grenzen der Natur und des Lebens erfahren. Gottes Macht ist größer", sagte der Kapruner Dechant Peter Hofer bei der Einweihungsfeier. Das Ereignis von heute sei fast ein Wunder. Aber: "Wir dürfen auch nicht die Sorgen der Angehörigen vergessen", mahnte der Dechant. "Gletscherjet 2" in Planung Gemeinsam mit der bestehenden Panoramabahn können nun 3.600 Personen in der Stunde vom Tal bis zum Langwiedboden befördert werden. Die 21 Kabinen für jeweils 24 Personen hängen an einem parallel geführten, insgesamt 10.500 Meter langen Seil mit 52 mm Durchmesser (Gesamtgewicht des Seils 107 t) und können bis zu 1.800 Personen pro Stunde transportieren. 13 Stützen tragen das Seil die rund 2.456 Meter lange Strecke von der Talstation (914 Meter) bis zur Bergstation (1.979 Meter). Um eine Verstärkung für die derzeitige Vierer-Sesselbahn vom Langwiedboden bis zum Alpincenter zu schaffen, laufen bereits die Planungen für den "Gletscherjet 2". Ziel sei es, dass im Oktober 2002 dieser zweite Bauabschnitt in Betrieb gehen kann, wobei kleinere Gondeln, in denen 15 Personen Platz finden, eingesetzt werden sollen. (APA)