Belgrad - Am Montag sind in Belgrad jugoslawische, serbische und montenegrinische Regierungsexperten zu einem ersten Treffen zusammengekommen. Sie haben die Aufgabe, bis zum 15. Jänner Vorschläge zur Umbildung Jugoslawiens anzufertigen. Auf Grund dieser Vorschläge sollen danach politische Vertreter Belgrads und Podgoricas eine Entscheidung über das Schicksal des gemeinsamen Staates fassen. Die Entscheidung, sich von Expertengruppen Vorschläge zur Umbildung der Föderation (Verfassungs- und rechtliche Fragen, Wirschafts- und Sozialbereich sowie Außenpolitik und Sicherheit) anfertigen zu lassen, war am vergangenen Montag bei einem Treffen des jugoslawischen Präsidenten Vojislav Kostunica mit dem montenegrinischen Präsidenten Milo Djukanovic und den Ministerpräsidenten Serbiens und Montenegros, Zoran Djindjic und Filip Vujanovic, getroffen worden. Dem Treffen wohnte auch der Hohe Vertreter der EU für die GASP, Javier Solana, bei. Er hatte dabei auch die EU-Expertenhilfe angeboten. Während sich der jugoslawische Präsident Kostunica von den Expertengruppen keine besonderen Ergebnisse erwartet und die Lösung der jugoslawischen Staatskrise erst nach der Abhaltung eines Unabhängigkeitsreferendums in Montenegro erwartet, meint der serbische Ministerpräsident Djindjic, dass die Expertengruppen die Wahrung der Föderation, die sowohl von Belgrad wie auch der EU unterstützt wird, als beste Lösung präsentiert würde. Das offizielle Podgorica setzt sich nach wie vor für die Umwandlung der Föderation in eine Union zweier unabhängiger Staaten ein, was von Belgrad sowie der montenegrinsichen Opposition zurückgewiesen wird. (APA)