Wien/Salzburg/Linz/Feldkirch - Eindringliche Friedensappelle stellten die österreichischen Bischöfe in den Mittelpunkt ihrer Weihnachtsansprachen. Die Verpflichtung der Christen, im interreligiösen Dialog den Glauben an Jesus als Sohn Gottes zu bekennen, betonte Kardinal Christoph Schönborn im Wiener Stephansdom beim Hochamt zum Christtag.

Seit den erschreckenden Ereignissen des 11. September sei die Bedeutung des interreligiösen Dialogs neu bewusst geworden. Die Christen müssten sich dafür interessieren, was andere glauben, was diesen wichtig sei; zugleich seien die Christen aber auch ihrerseits verpflichtet, darüber Rechenschaft zu geben, "was ihnen anvertraut ist".

Die Weihnachtsbotschaft "Frieden den Menschen auf Erden" sei noch nie dringender gewesen, meinte auch Erzbischof Georg Eder am Christtag beim Hochamt im Salzburger Dom.

Die Aktualität der weihnachtlichen Frohbotschaft betonte der oberösterreichische Diözesanbischof Maximilian Aichern im Linzer Dom. "Wir brauchen den Dialog in der Kirche, in der Welt, im Staat, in der Familie."

Der Vorarlberger Diözesanbischof Klaus Küng bezeichnete in seiner Predigt das "Elend als den beste Nährboden für Fanatismus und Terror" und sprach sich für Schritte zu größerer globaler Gerechtigkeit im Sinne der Armutsbekämpfung aus. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 27.12.2001)