Paris - Da liegt die Hand eines Giganten, dort der Kopfeines Maoris und der Körper eines Pygmäen. Die Abdrücke aus Gips,Bronze oder Wachs stehen nicht in einem Gruselkabinett, sondern sindim Pariser Musée d'Orsay zu sehen. Unter dem Titel "A fleur de peau,le moulage sur nature au XIXe siecle" (Überempfindlichkeit.Naturgetreue Abdrucke im 19. Jahrhundert) zeigt das Museum Abdrückemenschlicher und tierischer Körperteile. "Der Abdruck feierte im 19. Jahrhundert seinen Höhepunkt. Künstlerund Wissenschaftler machten regelmäßig davon Gebrauch", erläutert dasMuseum. Der Bildhauer Adolphe-Victor Geoffroy-Dechaume (1816-1892)war ein Experte in diesem Bereich. Seine Gips-Frauenkörper lassensogar noch die Gänsehaut des Modells erkennen.(APA/dpa)