Linz/Wien - Weder der Krieg gegen den Terror noch die angespannte Wirtschaftslage oder gar die Einführung des Euro machen die Österreicher bang. Die Mehrheit geht zuversichtlich in das neue Jahr, ergab die traditionelle Silvester-Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstitutes IMAS. 45 Prozent der Befragten erwarten jetzt, kurz vor Silvester, das neue Jahr mit Zuversicht, 27 Prozent mit Skepsis und nur 20 Prozent mit ausdrücklicher Sorge.Somit ist das gemessene Gefühlsklima nahezu deckungsgleich mit dem von vor einem Jahr. Überdurchschnittlich optimistisch blicken Personen unter 30 sowie die Angehörigen der höchsten Bildungsschicht in die Zukunft. Recht bedrückt ist die Stimmung hingegen bei den Landwirten sowie bei den einfachen, ungelernten Arbeitern. Zukunftsstimmung deutlich unter den strahlenden Werten der späten Achtzigerjahre Im Langfristvergleich liegt die zuletzt gemessene Zukunftsstimmung deutlich unter den strahlenden Werten einiger früherer Perioden, besonders während der späten Achtzigerjahre. Dennoch präsentiert sich die Bevölkerung nicht annähernd so bedrückt wie beispielsweise nach dem Energie- und Rohstoffschock 1973 oder während der von Firmenzusammenbrüchen gekennzeichneten ersten Hälfte der Achtziger. Auch die heimische Industrie blickt zuversichtlich ins neue Jahr. Beginnend im ersten Halbjahr 2002, werde es, ausgehend von einer Wirtschaftsbelebung in den USA, auch mit der Konjunktur in Österreich bergauf gehen. Über das de facto abgelaufene Wirtschaftsjahr 2001 zieht die Industrie eine positive Bilanz. Kritisiert wird unter anderem die Steuer- und Abgabenquote von 47,2 Prozent in Österreich. (red, DER STANDARD Print-Ausgabe 28.12.2001)