Klagenfurt - Feuerwerk und Böllerschießen gehören zum Jahreswechsel wie die Glocken der "Pummerin", das Glas Sekt oder Champagner und der Neujahrs-Walzer. Aber jedes Jahr fordert der unsachgemäße Umgang mit Feuerwerkskörpern zahlreiche Opfer mit schwersten Verletzungen und Verbrennungen. Die Berufsfeuerwehr Klagenfurt warnt davor, Feuerwerkskörper selbst herzustellen. Die "Kracher" sollen überdies nicht in der Nähe von Öfen und Heizkörpern und schon gar nicht in der Hosentasche aufbewahrt werden. Beim Anzünden soll man beachten, dass die Bewegungsrichtung des Streichholzes vom Körper weg erfolgt. Nach dem Anzünden soll der Feuerwerkskörper nicht mehr in der Hand gehalten werden. Brandverletzungen Bei Brandverletzungen empfiehlt es sich, die Brandstelle sofort mit Wasser oder Schnee zu kühlen. Wenn Feuerwerkskörper versagen oder nicht zünden, sollten sie mit Wasser übergossen werden, um eine unkontrollierte Zündung zu verhindern. Bei Raketen ist zusätzlich zu beachten, dass sie möglichst nicht in der Nähe von Hochhäusern verwendet werden. Raketen mit Holzstab sollen in eine mit Wasser gefüllte Flasche gestellt werden. Beim Abschuss ist die Windrichtung zu beachten. Pyrotechnik-Gesetz Das Pyrotechnik-Gesetz 1974 in der Fassung von 1994 sieht die Einteilung der Feuerwerkskörper und Rekaten in vier Klassen vor. Für Klasse I (bis drei Gramm Treibladung und Feuerwerks-Scherzartikel) gibt es keine Beschränkung. Klasse II (Kleinfeuerwerke bis 50 Gramm Treibladung) würfen nicht an Personen unter 18 Jahre verkauft, nicht in geschlossenen Räumen verwendet sowie nicht in der Nähe von Krankenhäusern, Altersheimen und größerer Menschenansammlung abgeschossen werden. Klasse III (Mittelfeuerwerk) ist nur mit entsprechender Ausbildung zu erwerben. Klasse IV (Großfeuerwerk) darf nur durch Fachfirmen durchgeführt werden. In jedem Fall stellen Feuerwerke und Raketen durch Verbrennungsprodukte sowie Lärm eine Umweltbelastung dar.(APA)