Wien/Linz/Innsbruck/Graz - Mit der neuen Währung wird das Parken in einigen Landeshauptstädten billiger - oder es bleibt gleich teuer. So werden etwa in Linz und Innsbruck sieben Schilling je halbe Stunde verrechnet. Künftig zahlt man dafür 50 Cent - um 22 Groschen weniger als bisher. In Wien werden im Vorverkauf Parkscheine ausgegeben. Sechs-Schilling-Parkscheine für eine halbe Stunde werden abgerundet künftig nur noch 40 Cent kosten. Durch diese Verbilligung verzichtet die Stadt Wien jährlich auf Einnahmen von rund 28 Millionen Schilling (2,034 Millionen Euro). Ebenfalls 40 Cent sind in die Parkautomaten in Eisenstadt einzuwerfen. Dabei werden mit der Euroumstellung dieser Tage gleich alle alten stadteigenen Automaten entrümpelt. Schilling und Euro in Linz Linzer Parkplatzsuchenden bleibt es in der Umstellungsphase bis 28. Februar 2002 nicht erspart, sich entweder einen Schilling- oder einen Euroautomaten für den Münzeinwurf zu suchen, da nur die Hälfte der aufgestellten Automaten "mehrwährungsfähig" ist. Die neueren Automaten können aber in beiden Währungen gefüttert werden. In Eisenstadt und Linz bleibt es weiterhin möglich, sich ab dem Mindesteinwurf (eine halbe Stunde) bis zur Maximalzeit von 90 Minuten die Parkzeit individuell durch die Anzahl der eingeworfenen Münzen zu wählen. Den besten Parkservice bietet Graz: In den Münzschlitz der Automaten können bis zu 16 verschiedene Währungen - sogar "gemischt" - eingeworfen werden. Neben Schilling nimmt der Automat unter anderem Euro, Forint oder DM. Durch den Anfall von mehr Eurokleingeld rechnen Experten mit einer vermehrten Nutzung der "Quickfunktion" von Bankomatkarten für bargeldlose Zahlung. (aw, DER STANDARD, Printausgabe 29.12.2001)