Makokou - Ein neuer Ebola-Fall im Nordosten von Gabun hatdie Furcht der Behörden vor einer Ausdehnung der tödlichen Seucheverstärkt. Der 16 Jahre alte Erkrankte war vergangene Woche in einKrankenhaus in Makokou eingeliefert worden, teilten dieGesundheitsbehörden am Samstag mit. Ein weiterer Verdachtsfall wurde ebenfalls im Nordosten des Landesbekannt. Für Beunruhigung sorgte vor allem, dass keiner der beidenPatienten nach Erkenntnissen der Behörden mit bisher bekanntenInfizierten in Kontakt gekommen war. Im Nordosten von Gabun waren bisher 18 Ebola-Erkrankungen bekanntgeworden, an denen 15 der Patienten starben. Im benachbarten Kongogab es zwölf Verdachtsfälle, dort starben bisher sechs Menschen ander Krankheit. Gesundheitsexperten beobachteten am Samstag 91Menschen in Gabun und 115 in Kongo, die möglicherweise mitInfizierten in Kontakt kamen. Ebola gehört zu den so genannten hämorrhagischen Fiebern. DieErreger werden von Person zu Person über Körperflüssigkeitenübertragen. Schlechte hygienische Bedingungen fördern die Ausbreitungder Seuche, die schwere innere Blutungen hervorruft. Einen Impfstoffgegen das Virus gibt es bisher nicht. Gabun wurde zuletzt 1996/97 vonder Krankheit heimgesucht, in Kongo fielen der letzten Ebola-Epidemie1995 insgesamt 245 Menschen zum Opfer. Im vergangenen Jahr tötete dasVirus in Uganda mehr als 170 Menschen. (APA/AP)