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Foto: APA/ WWF/W. WALTER/PR
Innsbruck - Im "Jahr der Berge 2002" dürfte es erstmalswieder junge Bartgeier in den österreichischen Alpen geben, erklärteder Geschäftsführer des WWF Österreich, Günther Lutschiger, amSonntag. Der 100. freigelassene Bartgeier einesWiederansiedelungsprojektes - das einjährige Weibchen "El Dorado" -hat einen Partner gefunden. Sie zieht nun gemeinsam mit demdreijährigen "Jackpot III" ihre Kreise über dem Nationalpark HoheTauern. Einen ersten Versuch in Sachen Nachkommenschaft hatte es bereitsim Frühjahr gegeben. Doch aus Unerfahrenheit hatten die Elternvögeldiese Brut abgebrochen. Dies sei nichts Ungewöhnliches, betonteLutschiger. Auch bei Tieren, die in freier Wildbahn aufgewachsensind, funktioniere das erste Brüten oft nicht. Eine exakte Zahl derin Österreich lebenden Bartgeier gebe es heuer nicht, daSchlechtwetter und ungünstige Sichtverhältnisse Zählungen behinderthätten, führte der WWF-Chef aus. Die ursprünglich im Alpenraum beheimateten Geier wurde vorsätzlichausgerottet, weil ihnen fälschlicherweise der Raub junger Schafe undsogar Kinder angedichtet worden war. In Wirklichkeit ernährt sich der"Lämmergeier" zum Großteil von Knochen, einer Nahrungsgrundlage, diefür andere Tiere unverdaulich ist.(APA)