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Peking - In der Volksrepublik China ist ein Gesetz zur langjährigen Praxis der Ein-Kind-Politik erlassen worden. Nach 21 Jahren solle die Gesetzgebung bisherige Grauzonen regeln und eine übereifrige Umsetzung der Regierungsanordnungen unterbinden, berichtete die staatliche Presse am Samstag. Demnach kann die Staatsanwaltschaft künftig staatliche Kontrollbeamte verfolgen, die Neugeborene töten, um die Geburtenquote ihres Bezirks einzuhalten. Das Gesetz verbiete außerdem die vorgeburtliche Geschlechtsbestimmung durch Ultraschalluntersuchungen sowie die Abtreibung weiblicher Föten. Zudem würden Frauen dazu ermuntert, auch in späteren Jahren noch Kinder zu bekommen. Die chinesische Regierung hatte 1980 eine rigide Ein-Kind-Politik eingeführt. Paare im städtischen Raum dürfen seitdem nur noch ein Kind bekommen. Auf dem Land ist Eltern ein zweites Baby gestattet, wenn das erste ein Mädchen ist. Angehörigen von ethnischen Minderheiten sind bis zu drei Kinder erlaubt. Beim Verstoß gegen die Regelung drohen Zwangssterilisation und schwere Geldstrafen. (APA)