Wien - Während österreichische Wissenschafter den Beschluss des deutschen Bundestages zum Import von embryonalen Stammzellen fast durchwegs begrüßten, gibt es auch Kritik an der Entscheidung. So spricht Gertraude Steindl, Generalsekretärin der "Aktion Leben", von einer "großen Enttäuschung". Die strengen Auflagen für die Einfuhr embryonaler Stammzellen würden nichts daran ändern, dass dabei menschliches Leben für Forschungsinteressen geopfert werde, heißt es dazu in einer Aussendung am Freitag. Mit dem Bundestagsbeschluss habe Deutschland eine Tür in ein gefährliches Gebiet aufgetan, kritisierte Steindl weiter. Mit den gleichen Argumenten, mit denen der Import befürwortet wurde, könnte bald auch die Erzeugung von Embryonen zu Forschungszwecken gebilligt werden. Steindl drückte ihre Hoffnung aus, dass Österreich weiterhin auf die Forschung an adulten Stammzellen - etwa aus dem Knochenmark oder Nabelschnurblut - setzen werde. (APA)