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Foto: REUTERS/Jean-Paul Pelissier
Waren das noch Zeiten, als man "From the nipple to the bottle never satisfied" war. Dieser existenzialistische Dancefloor-Klassiker von der wahren und einzigen Grace Jones, der uns 1982 auf dem Album Living My Life nach dem zentralen Disco-Meisterwerk Nightclubbing einmal mehr die freudlose Gasse vom Mutterbusen zur Moet-Chandon-Flasche wies, gilt auch heute noch allen Nachtschattengewächsen der Welt als immer währende Mahnung, doch nicht die Suche nach dem Heaven in der Disco aufzugeben. Ganz abgesehen davon, dass der Astor-Piazzolla-Gassenhauer Libertango als I've Seen That Face Before in der elegant-wehmütigen Fassung von Jones selbst heute immer noch den traurigste Tanzboden füllt: Der Gastauftritt der Diva, der beim Fame -Clubbing ansteht, dürfte nicht nur Altvordere des Hedonismus ansprechen. Zählen wir kurz einige essenzielle Titel der bald 50-jährigen Jamaikanerin aus New York auf: Warm Leatherette , Slave To The Rhythm , Demolition Man ... Heute ist es um Grace Jones, wie man sagt, etwas ruhiger geworden. Aber das ist es um uns alle ja auch. Dennoch: "Pull up to the bumper, Baby!" (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 6. 2. 2002)