Hongkong - Der chinesische Informationsminister Wu Jichuan hat erst kürzlich das Verbot ausländischer Investitionen in Internet-Firmen bekräftigt. Trotzdem startete America Online am Dienstag das neue Tochterunternehmen AOL Hongkong. Auch die Internet-Firma Yahoo hat erst am vergangenen Freitag zusammen mit dem chinesischen Softwareanbieter Founder ein chinesisches Web-Portal gestartet. AOL-Chef Steve Case sagte auf einer Pressekonferenz, er hoffe, seine Geschäfte von Hongkong aus auch auf das chinesische Festland ausweiten zu können. "Es ist nur eine Frage der Zeit, bevor sich die Märkte dort öffnen und Internet-Firmen aller Art ihre Dienste anbieten können", sagte Case. Der Vorstandschef will in Kürze in Schanghai mit Wu und anderen Vertretern der chinesischen Regierung zusammentreffen. Gleichzeitig hat der Yahoo-Chef Jerry Yang Gespräche mit der chinesischen Regierung über den rechtlichen Status seiner chinesischen Tochterfirma angekündigt. AOL Hongkong soll Kunden in der Millionenstadt eine Kombination von Online-Inhalten in englischer und chinesischer Sprache bieten. Die ehemalige britische Kronkolonie ist von dem Pekinger Investitionsverbot ausgenommen. AOL hält auch schon acht Prozent der Anteile an seinem Partnerunternehmen China.com . Unter den anderen Anteilseignern befindet sich auch die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua mit 10,9 %. Hongkong ist die 14. internationale Niederlassung von AOL. (pte/handelsblatt)