Bagdad - Der Irak hat erstmals seit zehn Jahren wieder einen Sonderberichterstatter der Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen ins Land gelassen. Wie ein Sprecher am Dienstag in Bagdad erklärte, traf UNO-Berichterstatter Andreas Mavrommatis (Zypern) gleichzeitig mit einer Delegation der Deutsch-Irakischen Gesellschaft in der irakischen Hauptstadt ein. Die Delegation wurde von Vizepremier Tarek Aziz empfangen. Der zypriotische Diplomat und Völkerrechtler Mavrommatis war im Dezember 1999 zum UNO-Sonderberichterstatter für den Irak ernannt worden, nachdem sein niederländischer Vorgänger Max van der Stoel zurückgetreten war. Van der Stoel war die Einreise stets verweigert worden. Beobachter in Bagdad gehen davon aus, dass die Erlaubnis für den Besuch von Mavrommatis mit den jüngsten US-amerikanischen Drohungen gegen die irakische zusammenhängt. Die irakische Führung hatte angesichts der Drohungen aus Washington vor einigen Tagen erklärt, sie sei zu einem Dialog ohne Vorbedingungen mit den Vereinten Nationen bereit.(APA/dpa)