Berlin - Der griechische Komponist Mikis Theodorakis hat dagegen protestiert, dass sein "Canto Olympico" bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele in Salt Lake City ohne seine Einwilligung und ohne Nennung seines Namens gespielt wurde. Wie sein Management in Berlin am Donnerstag mitteilte, sieht Theodorakis darin nicht nur eine "schwerwiegende Urheberrechtsverletzung", sondern auch eine "Beleidigung" seiner Person und Griechenlands. Der Komponist kündigte rechtliche Schritte an.Komposition für die Sommerspiele 1992 Theodorakis hatte das Musikstück im Auftrag des IOC für die Olympischen Sommerspiele im Jahr 1992 in Barcelona komponiert. Er wirft dem Organisationskomitee in Salt Lake City einen groben Fehler vor. Obwohl der "Canto Olympico" während des Einzugs der Olympischen Flamme im Stadion erklang, habe die Information über den Urheber des Werkes im umfangreichen "Broadcaster's Guide" mit detaillierten Informationen über die Eröffnungsfeier für alle Medien gefehlt, bemängelte Theodorakis. Verwunderung von Theodorakis Das verwundere umso mehr, weil das dreieinhalbminütige Stück vom Utah Symphony Orchestra und dem Mormon Tabernacle Choir als Höhepunkt der Eröffnungsveranstaltung aufgeführt und von den Organisatoren dafür ausgewählt worden sei. Bekannt wurde Theodorakis vor allem durch seine Filmmusik zu "Alexis Sorbas" und "Z". (APA/dpa)