Jerusalem - Ein bewaffneter Palästinenser hat am Montagnachmittag in Jerusalem das Feuer auf eine Gruppe von Israelis bei einer Autobusstation eröffnet. Dabei wurden nach ersten Meldungen des israelischen Rundfunks mindestens zehn Personen verletzt.Attentäter erschossen Der israelische Rundfunk berichtete, der Attentäter sei von israelischen Sicherheitskräften erschossen worden. Mindestens fünf der verwundeten Opfer sollen in kritischem Zustand sein. Die Schüsse fielen kurz nach Einbruch der Dunkelheit. Das Attentat ereignete sich in dem Viertel Neve Yaakov, das sich am nördlichen Stadtrand von Jerusalem auf einem Gebiet erstreckt, das im Sechs-Tage-Krieg 1967 von den Israelis erobert worden war. Es gehört völkerrechtlich nicht zu Israel. Bei einem Überfall im südlichen Westjordanland sind am Montag zwei Israelis getötet und zwei weitere verletzt worden. Der israelische Rundfunk meldete, südlich von Bethlehem hätten bewaffnete Palästinenser das Feuer auf eine israelische Fahrzeugkolonne eröffnet. Die Angreifer konnten entkommen. Es war der erste tödliche Anschlag auf Israelis seit der Vereinbarung einer vorübergehenden Waffenruhe am Donnerstagabend aus Anlass des moslemischen Opferfestes und des jüdischen Purimfestes. Die Palästinenser hatten am Sonntag alle politischen und Sicherheitskontakte zu Israel eingefroren, weil Israel Präsident Yasser Arafat weiterhin die Ausreise aus Ramallah verweigert.(APA/dpa/Reuters)