Wien - In der Osterwoche soll der Schönbrunner Bummelzug seinen Linienbetrieb aufnehmen. Für fünf (Kinder: drei) Euro sollen weniger mobile Besucher nicht nur zwischen Schloss und Zoo hin-und herchauffiert werden, sondern auch die Gloriette ohne pedale Bergwertung erreichen können. Neun Stationen und eine Stunde maximale Fahrtdauer für bis zu 60 Personen sind die Eckdaten der Kleinbahn, die in Wirklichkeit freilich nicht auf Schienen, sondern Gummireifen rollt: Derzeit wird noch Personal gesucht. Lokomotivführer braucht man allerdings keiner zu sein - der Besitz des Führerscheins (B) sowie brauchbare Englischkenntnisse genügen. Derzeit laufen Probefahrten. Das Ticket soll als Tageskarte gelten, die Bahn im Halbstundentakt verkehren. Bedenken gegen den Betrieb des Minizuges im Schlosspark hätten ausgeräumt werden können, sagen die Betreiber. Der Architekt Roland Rainer hatte im Vorfeld massive Bedenken aus denkmalschützerischer Sicht geäußert. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 27.2.2002)