Sarajewo/Wien - In Sarajewo hat am Dienstag der Prozess gegen sieben hohe Militärs der moslemisch-kroatischen Föderation Bosnien-Herzegowinas begonnen. Sie werden beschuldigt, an illegalen Waffengeschäften beteiligt gewesen zu sein, berichtete die Belgrader Nachrichtenagentur Beta. Ex-General Hamid Bahto und sechs weitere hohe Militärs (Avdija Sabanovic, Mirza Jamakovic, Adil Babic, Faris Lakovic, Nijaz Zivojevic und Velid Hajdarevic) sollen Waffen und Munition an die "albanische Befreiungsarmee" (UCK) im Kosovo und in Mazedonien verkauft haben. Bahto wird vorgeworfen, sich persönlich materiell bereichert zu haben. Als General der 181. Division in Gorazde habe er einen Teil der Waffen und Munition versteckt, obwohl er die Pflicht gehabt hätte, die Waffen an die internationalen Friedenskräfte (SFOR) zu übergeben. Ein Jahr nach Beendigung des Krieges in Bosnien-Herzegowina (1992-1995) seien diese Waffen in Privathäusern in der Gegend um Gorazde versteckt und später nach Kosovo und Mazedonien geschmuggelt worden. Bahto hat in einer ersten Stellungnahme alle Vorwürfe zurück gewiesen.(APA)