Berlin - UN-Generalsekretär Kofi Annan hat sich besorgt über ausbleibende Hilfsgelder für Afghanistan geäußert. Vor dem Bundestag sagte der Friedensnobelpreisträger am Donnerstag, die Konsolidierung des Friedens in Afghanistan sei auf "die Dynamik eines möglichst schnellen Wiederaufbaus" angewiesen. Die Lücke zwischen der Zusage von Finanzhilfen und deren Auszahlung ist nach Angaben Annans zu groß: "Obwohl erhebliche Beiträge versprochen wurden, ist dort bisher noch nicht genügend Geld eingegangen," sagte er. Im gegenwärtigen Stadium ist es nach den Worten Annans "von höchstem Vorrang", Lehrern ihre Gehälter auszuzahlen, Saatgut für die neue Saison bereitzustellen und Arbeitsplätze zu schaffen. Solche Maßnahmen könnten in einer frühen Phase der Friedensstabilisierung entscheidend sein.(APA)