Wien - Angesichts des nahenden Millenniums stellt sich die Frage, wie es mit der Menschheit im neuen Jahrtausend weitergehen wird? Ob beruflich oder privat - der Computer ist bereits jetzt aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Doch nach der vom "Fraunhofer-Institut" in Karlsruhe erstellten "Delphi-Studie" über die globale Entwicklung von Wissenschaft und Technik werden wir immer mehr zu Stubenhockern. Büroarbeit, Einkaufen oder Banküberweisungen - all dies und noch viel mehr wird in Zukunft von zu Hause aus erledigt. Die Diskussion rund um die Öffnungszeiten der Geschäfte wird bald der Vergangenheit angehören: Der Einkaufsbummel wird virtuell und per Mausklick erledigt. Ebenso das Bezahlen, da elektronische Abrechnungs- und Geldsysteme sich laut Expertenvoraussage immer mehr durchsetzen werden. Schlechte Nachrichten auch für Briefträger: Die Mehrzahl der Privathaushalte wird elektronische Post versenden und empfangen - die E-Mailes "killen die guten alten Briefkästen. Homework Das Internet wird sich so weit entwickeln, dass Büroarbeit zu Hause erledigt werden kann. Die Prognose für die Zeit zwischen 2005 und 2012 sieht 30 Prozent aller in Büros beschäftigten Mitarbeiter an zwei von fünf Werktagen zu Hause "schuften". Angenehmer Nebeneffekt: Der berufsbedingte Verkehr reduziert sich um 20 Prozent. Auch Geschäftsreisen dürften zwischen 2007 und 2014 zunehmend von Videokonferenzen und Teleworking abgelöst werden. Unglücklicherweise wird dadurch so manchem Techtelmechtel ein elektronischer Riegel vorgeschoben. Aus- und Weiterbildung dürfte ebenfalls an virtuellen Universitäten und Hochschulen möglich sein. Welche Utopien, die uns schon prophezeit wurden, werden nun nicht Realität? Fachleute rechnen nun nicht mehr damit, dass "Super-Giga-Citys" mit zehn bis 20 Millionen Einwohnern bzw. Geschäftsgebäude von bis zu 3.000 Metern Höhe gebaut werden. Aufatmen auch bei den Politikern: Elektronische Volksabstimmungen werden wohl doch nicht umgesetzt.(APA)