Wien - Der Nationalrat hat sich Donnerstag Abend in die Sommerpause verabschiedet. Nach der Bundesratssitzung am 25. Juli macht das Hohe Haus dann tatsächlich dicht. Die parlamentarische Sommerpause dauert bis 16. September. Nationalratspräsident Heinz Fischer betonte in seiner Schlussansprache, der Unterbruch bedeute nicht Nichtstun und keine Arbeit. Ganz im Gegenteil könne er sich vorstellen, dass die Gelegenheit für Urlaub knapp bemessen sei. Als historischen Schlusspunkt setzte Fischer quasi in Anschluss an die "Stadler-Debatte", dass die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg bei allen Schwierigkeiten wesentlich besser als jene der Diktatur gewesen sei. Als letzte Gesetzesmaterie vor der Sommerpauser wurde von den Abgeordneten das Heilmasseure-Gesetz verabschiedet. Es sieht neben einer Erweiterung des Tätigkeitsbereiches eine längere Ausbildungszeit vor. Zudem gibt es in Zukunft zwei Berufsbilder: den medizinischen Masseur und darauf aufbauend den Heilmasseur. Letzterer wird zu eigenverantwortlicher Durchführung nach ärztlicher Anordnung berechtigt sein. Den Abschluss der Tagesordnung bildeten zwei Immunitätsfälle. Entsprechend der neuen Praxis wurden die Abgeordneten Ridi Steibl (V) und Karl Schweitzer (F) einstimmig nicht "ausgeliefert". (APA)