Das frühe Griechenland ist bekannt für seine Frauenverachtung. Mit dem Philosophen Semonides erreicht besonders die literarische Tradition des Antifeminismus einen neuen Gipfel. Alle Frauen, die nicht seinem Ideal einer extrem unterwürfigen, fleißigen und asexuellen Frau entsprachen, titulierte er mit Bezeichnungen wie: dreckiges Schwein, herumschnüffelnder Fuchs, unverschämter Hund, unwilliger Esel, hässlicher Wiesel, angeberisches Pferd, widerwärtiger Affe... Zeus, so Semonides, habe die Weiber als "größtes Übel" geschaffen. "Auch wenn sie scheinbar etwas taugen, für den, der eins hat, wird es meist zum Übel. Denn keineswegs fröhlich verbringt der jeglichen Tag, der mit dem Weib gesegnet sich plagt, noch wird er so bald den Hunger aus dem Hause treiben." (dabu)