Der weltweite Markt für PDAs (Personal Digital Assistants) wird im heurigen Jahr um rund 18 Prozent wachsen. Laut einer am Mittwoch, von Gartner Dataquest veröffentlichten Studie sollen 2002 rund 15,5 Mio. Stück ausgeliefert werden. Damit bewegt sich das Wachstum in einem ähnlichen Rahmen wie im Vorjahr, wo der Markt um 18,3 Prozent wuchs und 13 Mio. Einheiten verkauft wurden. Die Steigerungsraten von 114 Prozent aus dem Jahr 2000 werden sicher in den nächsten Jahren nicht mehr erreicht. Der Wettbewerb in diesem heiß umkämpften Markt soll Mitte des Jahres mit der Veröffentlichung und Lizensierung von dem Betriebssystem Palm OS 5 erst so richtig angeheizt werden. Smartphones werden laut Gartner erst 2004 zu einer Konkurrenz für die elektronischen Assistenten.

Schmackhaft

"2001 wurden noch rund drei Viertel aller PDAs an Einzelpersonen verkauft. Die wachsende Kapazität und der Vormarsch von Wireless-Technologien wird künftig allerdings auch Unternehmen den Erwerb eines PDAs schmackhaft machen", so Gartner-Analyst Todd Kort. Der Markt bewege sich gegenwärtig Richtung Farbdisplays, stärkere Prozessoren und mehr Speicherplatz. Diese in der Regel auch teureren Geräte werden laut Gartner die Ausgaben für PDAs mit 20 Prozent stärker wachsen lassen als die tatsächlichen Stückzahlen. 2001 wurden 3,8 Mrd. Dollar ausgegeben, 2002 sollen es bereits 4,6 Mrd. Dollar sein.

Warten auf Palm OS 5

Palm OS-Lizenznehmer bergen das größte Wachstumspotenzial, da viele Palm-User auf das neue Betriebssystem OS 5 warten und dann auf diese Version upgraden würden. Schnellere Übertragungstechniken wie GPRS oder CDMA 1x werden den Wettbewerb zusätzlich anheizen und PDAs damit populärer machen. Diese müßten allerdings mit einer steigenden Konkurrenz durch Smartphones rechnen. "Obwohl Smartphones die elektronischen Assistenten 2002, aber auch 2003 noch nicht überholen werden, sollen sie sich spätestens ab 2004 zu ernsthaften Mitbewerbern für Palm und Co. mausern", so Kort. (pte)