In den 60er-Jahren war er ein Publikumsmagnet: Während Heinz Drache als Kriminalinspektor Yates im Francis-Durbridge-Krimi Das Halstuch ermittelte, saß praktisch ganz Westdeutschland vor dem Fernseher (80 Prozent Einschaltquote), und der Begriff "Straßenfeger" war geboren. Die Schauspielkarriere des 1923 als Kaufmannssohn in Essen geborenen Drache begann bereits während des Zweiten Weltkriegs, von 1947 bis 1954 arbeitete er mit Gustaf Gründgens. Seine erste Filmrolle erhielt er 1953. Größte Popularität erreichte Drache schließlich durch seine Mitwirkung in rund zwanzig Edgar-Wallace-Krimis ( Die Tür mit den sieben Schlössern , Der Hexer , Der Rächer , Der Zinker u. a.), in denen er meist als trockener, zielstrebiger Verbrecherjäger auftrat. Mitte der 80er kehrte Drache nach 15-jähriger Pause als Kommissar Bülow in der Reihe Tatort auf den Bildschirm zurück. In den 90ern wandte er sich noch einmal der Bühne zu. Wie seine Frau Rosemarie am Donnerstag in Berlin bekannt gab, ist der Schauspieler nun einem langen Krebsleiden erlegen. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 5. 4. 2002)