Frankfurt/Main - Wer beruflich viel unterwegs ist, wird häufiger krank. Aber auch der Partner, der alleine zu Hause ist, leidet körperlich unter der häufigen Abwesenheit des Mannes oder der Frau. Das ergab nach einem Bericht der "Ärztlichen Praxis" eine Studie über die Angestellten der Weltbank und ihre Angehörigen. Der Fachzeitschrift zufolge sind Männer, die oft auf Geschäftsreisen sind, 80 Prozent häufiger krank als nicht reisende Beschäftigte. Doch auch männliche Partner so genannter Business-Frauen machen um 16 Prozent mehr Arztbesuche als Männer, deren Frauen berufstätig, aber nicht unterwegs sind. Um das Doppelte steige bei Geschäftsreisenden und Ehemännern von Vielfliegerinnen die Zahl stressbezogener und psychischer Erkrankungen. Hautleiden seien bei diesen beiden Personengruppen zweieinhalb Mal so häufig anzutreffen. Und auch Magen-Darm-Erkrankungen treten dem Bericht zufolge wesentlich öfter auf. Ursache unklar Warum Geschäftsreisen auch den zu Hause gebliebenen Partner gesundheitlich belasten, ist noch weitgehend unklar. Allerdings scheine das kurzfristige Abschiednehmen und Wiedersehen negativere Folgen zu haben als eine längere dauernde Abwesenheit. Was bei stressbezogenen Erkrankungen noch einigermaßen verständlich sei, werde bei manchen anderen Diagnosen rätselhaft, sagen die Experten: Daheimgebliebene suchten auch wegen Mittelohrinfektionen, Beschwerden der Mundhöhle, Speicheldrüsen und Kiefergelenke deutlich häufiger den Arzt auf. (APA)