Jerusalem - Der israelische Ministerpräsident Ariel Sharon hat am Montag einen israelisch-arabischen Nahost-Gipfel vorgeschlagen. Vor dem israelischen Parlament sagte der Regierungschef, er sei zu einem solchen Treffen mit gemäßigten arabischen Regierungschefs ohne Vorbedingungen und an jedem Ort bereit, um über ein Friedensabkommen zu sprechen. Die jüngste Friedensinitiative der Arabischen Liga, die auf einen Vorschlag des saudiarabischen Kronprinzen Abdullah zurückging, weise "positive Elemente" auf, sagte Sharon. Die Abdullah-Initiative bietet Israel Frieden mit der gesamten arabischen Welt im Gegenzug für den Rückzug aus allen 1967 besetzten Gebieten. Eine Aufnahme der palästinensischen Flüchtlinge in Israel, wie dies ebenfalls gefordert wurde, sei jedoch nicht akzeptabel, sagte Sharon. Der israelische Ministerpräsident Ariel Sharon hat sich am Montag erneut über die Aufforderung der USA zu einem sofortigen Truppenabzug aus den besetzten palästinensischen Gebieten hinweggesetzt. Die Offensive des Militärs im Westjordanland gehe weiter, bis die palästinensischen Terroristen vernichtet seien, sagte Sharon vor dem israelischen Parlament in Jerusalem. Ministerpräsident Ariel Sharon sagte vor dem Parlament, dass die Militäraktion zeitlich begrenzt sei, aber bis zur Zerstörung der palästinensischen Milizen fortgesetzt werde. "Diese Missionen sind noch nicht erfüllt, und die Armee wird weiter so schnell wie möglich operieren, bis die Mission erfüllt ist, bis sie Arafats Terror-Infrastruktur demontiert hat und bis die Mörder, die sich an verschiedenen Plätzen verstecken, festgenommen worden sind", sagte der Premier. Seine Rede wurde häufig von Zwischenrufen unterbrochen, die zumeist von arabischen Abgeordneten stammten.(APA/AP/Reuters)