Wien - Hohe Sanierungskosten, Firmenwertabschreibungen und der Abschwung in der IT-Branche haben die Bilanz der am Neuen Markt notierten Salzburger Beratergruppe Plaut im vergangenen Jahr tiefrot gefärbt. Nach endgültiger Berechnung wies das Konzernergebnis nach Steuern für 2001 einen Verlust von 25,3 Mill. Euro aus, nach einem Gewinn von 5,0 Mill. Euro im Jahr davor. Das Ergebnis pro Aktie sackte auf minus 1,27 Euro ab, 2000 waren plus 25 Euro-Cent zu Buche gestanden. Den Umsatz bezifferte Plaut in einer Mitteilung vom Montag mit 281,8 (Vorjahr 284,1) Mill. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Sach- und Firmenwertabschreibungen sowie Restrukturierungskosten (EBITDA) halbierte sich 2001 von 22,2 auf 9,9 Mill. Euro. Umsatzrückgang 2002 An den bisherigen Prognosen für 2002 hält Plaut fest. Demnach wird für das Gesamtjahr zwar mit einem geringeren Umsatz von 250 bis 260 Mill. Euro gerechnet, die EBITDA-Marge soll jedoch von zuletzt 3,5 auf rund 6 Prozent erhöht werden. Für 2003 hat sich Plaut eine 8,6-prozentige EBITDA-Marge zum Ziel gesetzt. Den Personalstand hat die Gruppe im Zuge der Sanierung um nahezu ein Fünftel von 2.004 auf 1.647 Beschäftigte (Ende 2001) stark zurückgefahren. In den USA wurden fünf Niederlassungen geschlossen und die Mitarbeiterzahl von 366 auf 178 gesenkt, geschlossen wurde auch die Landesgesellschaft in Mexiko, hatte Plaut Mitte März mitgeteilt. Eine Tochter in Irland wurde dekonsolidiert. Derzeit ist die Consulting-Gruppe mit 32 Töchtern in 17 Ländern vertreten. (APA)