Der Mann, der für einen möglichst reibungslosen Übergang der Fusion zwischen Telia und Sonera sorgen soll, heißt Anders Igel. Der 51-jährige wird ab 30. September die Geschäfte des schwedischen Telekomriesen leiten, teilte Telia am Montag, in einer Aussendung mit. Igel folgt Marianne Nivert nach, die aus altersbedingten Gründen aus dem Unternehmen ausscheidet. Telia hat den finnischen Telekombetreiber Sonera vor wenigen Wochen zum Preis von 7,4 Mrd. Euro übernommen. Damit entsteht ein Großkonzern mit 34.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von rund neun Mrd. Euro. Aufregend "Inmitten der Planungen der Übernahme von Sonera glaube ich, dass die Bedingungen, etwas Kraftvolles zu schaffen, gegeben sind", meinte Igel. Und weiter: "Es fällt mir schwer, mir eine wichtigere und aufregendere Herausforderung vorzustellen, als ein führendes nordisches Telekomunternehmen für die Zukunft aufzubauen." Nivert verwies auf die Kompetenzen ihres Nachfolgers und sprach im Zusammenhang mit dessen Nominierung von einer "weisen Entscheidung". Start bei Philips in Stockholm Igel startete seine Karriere bei Philips in Stockholm und wechselte 1978 zu Ericsson, wo er 20 Jahre tätig war. 1990 wurde er Chef der Englandtochter von Ericsson. Danach übernahm er die Leitung des Geschäftsbereiches "Öffentliche Netze". Zwei Jahre später, im Jahr 1997, setzte er sich an die Spitze des Ericsson-Geschäftsbereiches "Infocom Systems" und war hier für Festnetz, Internet und IP-Kommunikation des Konzerns verantwortlich. Weiters oblagen ihm alle Ericsson-Aktivitäten in Spanien, Großbritannien und Australien. 1999 kehrte Igel den Schweden den Rücken und wechselte in die Spitzenposition des weltweit führenden Büroartikel-Hersteller Esselte nach London. 7.000 Mitarbeiter waren bei der letzten Station vor seinem Telia-Engagement beschäftigt. Die Profitabilität von Esselte habe sich seither "signifikant" verbessert. (pte)