Die deutschen Medienwächter haben eine scharfe Überprüfung der Kirch-Senderfamilie angekündigt, sollten sich die Eigentümerverhältnisse und Programmstrukturen ändern. "Alle Veränderungen, die sich im Laufe der Neustrukturierung in den Eigentumsverhältnissen der zur Kirch-Gruppe gehörenden Sender ergeben, sind unter den Vorbehalt der medienrechtlichen Zulässigkeit zu stellen", sagte der Vorsitzende der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten, Norbert Schneider, am Montag in Düsseldorf. Im Ernstfall könne Lizenzentzug eintreten. Angst, dass deutsche Medienlandschaft an Stabilität verliert Als neue Gesellschafter der 52,52-Prozent-Beteiligung der KirchMedia an den Sendern SAT.1, ProSieben, Kabel 1 und N24 werden derzeit die international operierenden Medienunternehmer Rupert Murdoch und Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi gehandelt. Schneider befürchtet, die deutsche Medienlandschaft könne an Stabilität verlieren. "Die Vermischung von Regierungs- und Medienmacht, wie sie in der Person von Herrn Berlusconi sichtbar wird, wäre in Deutschland nicht möglich", ergänzte Schneiders Sprecher Peter Widlok. (APA/dpa)