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Der schwer verletzte Rolando Araya bei der Erstversorgung

Foto: REUTERS/Carlos Borbon
San Jose - Nach seiner Niederlage bei der Präsidentschaftswahl in Costa Rica ist der sozialdemokratische Kandidat Rolando Araya von mutmaßlichen Anhängern der siegreichen konservativen Partei krankenhausreif geschlagen worden. Der Chef der Partei der Nationalen Befreiung (PLN) wurde am Montag (Ortszeit) mit Kopfverletzungen und Prellungen in ein Krankenhaus der Hauptstadt San Jose eingeliefert. Nach Berichten von Augenzeugen war der 54-Jährige seinen Kindern zu Hilfe geeilt, die vor dem Haus seiner Eltern von Anhängern der regierenden Partei der sozial-christlichen Einheit (PUSC) angegriffen wurden. Nach Angaben seines Arztes verlor er vorübergehend das Bewusstsein, nachdem er einen Schlag auf den Kopf bekam. Er habe keine schweren Verletzungen erlitten, bleibe aber weiter unter Beobachtung. Die zweite Runde der Präsidentschaftswahl am Sonntag hatte Abel Pacheco von der PUSC mit 58 Prozent der Stimmen für sich entschieden. Erstmals in der Geschichte des mittelamerikanischen Landes wurde damit ein Kandidat der regierenden Partei bestätigt. In den vergangenen fünf Jahrzehnten hatten sich Sozialdemokraten und PUSC im Vier-Jahres-Rhythmus an der Spitze des Staates abgewechselt. (APA)