Wien - Trotz weltweit ungünstiger Konjunkturdaten ist das neu veranlagte Kapital in Österreichs Investmentfonds 2001 um 7,62 Prozent oder 6,3 Mrd. Euro gegenüber Dezember 2000 gestiegen. Wie die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) in einer Aussendung am Dienstag mitteilte, entspricht dies etwa der Wachstumsrate der Spareinlagen bei Sparkonten von 7,83 Prozent. Bedingt durch die weltweit schlechte Entwicklung der Kapitalmärkte mit dadurch verbundenen Verlusten erhöhte sich das in Investmentfonds veranlagte Volumen jedoch nur um 3,8 Mrd. Euro oder 4,6 Prozent. Insgesamt verwalteten die 23 österreichischen Kapitalanlagegesellschaften mit ihren insgesamt 1.720 aufgelegten Fonds per Ende Dezember somit 86,8 Mrd. Euro. "Heimische Fonds halten sich gut" 2001 wurden 2,6 Mrd. Euro in Form von Ausschüttungen an die Anleger ausbezahlt. "Mit einem Kurswertverlust von 9 Mill. Euro hielten sich die österreichischen Investmentfonds im internationalen Vergleich jedoch hervorragend", wie ein Sprecher der Nationalbank betonte. Besonders private Anleger nutzten die weltweit gefallenen Börsenkurse, um ihr Geld in Investmentfonds zu veranlagen und investierten 7,1 Mrd. in Publikumsfonds, während institutionelle Anleger ihr Engagement um 0,4 Mrd. Euro verkleinerten, so die OeNB weiter. Auch der Trend von Inlands- zu Auslandsveranlagungen habe weiterhin ungebrochen angehalten. Seit Dezember 1999 sei mehr Geld im Ausland als im Inland angelegt worden. Die Marktdurchdringung mit Investmentfonds in Österreich sei mit rund 10.000 Euro Veranlagungsvolumen pro Kopf im europäischen Vergleich am vierthöchsten nach Luxemburg, Irland und Frankreich. Luxemburg und Irland gelten jedoch auf Grund von steuerlichen Rahmenbedingungen als Zentren für Fondsveranlagungen.(APA)