Chicago - Männliche Geschlechtszellen mutieren fünfmal häufiger als weibliche Eizellen, berichten Forscher der University of Chicago in der jüngsten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Nature. Der Grund der raschen Mutation liege nach Ansicht der Wissenschaftler darin, die Evolution im Gang zu halten. Ultimative Quelle für Veränderungen "Mutationen sind die ultimative Quelle für Veränderungen", so der Evolutionsforscher Wen-Hsiung Li. Die Forschung habe das seit fast 50 Jahren so gesehen, allerdings habe es in den vergangenen zwei Jahren Studien gegeben, die diese Theorien ins Wanken gebracht haben. "Mutationsraten müssen aber in möglichst großen Zeiträumen beobachtet werden", so der Forscher. Der Wissenschaftler hat gemeinsam mit seiner Kollegin Kateryna Makova die DNA von Menschen, Gorillas und Schimpansen untersucht. Männliche Spermien teilen sich immer wieder Speziell galt das Interesse der Wissenschaftler den Sequenzen auf dem Chromosom-3 und dem männlichen Y-Chromosom. "Die männlichen Spermien teilen sich im Laufe des Lebens immer wieder, daher ist die Mutationsrate höher", so der Wissenschaftler. Die weibliche Eizelle teile sich im Laufe des Lebens der Frau höchsten 24 Mal. Beim Mann kommt es in zunehmendem Alter zu immer mehr Mutationen. Diese seien nach Ansicht des Forschers aber sehr gering und haben keinen Einfluss auf die Gesundheit des einzelnen. Nach anderen Studien gebe es aber einen Anstieg verschiedener anderer Krankheiten, wenn die Eltern älter sind. (pte)