Wien - "Transparente, Trommeln, ein kleines Rednerpult, Lautsprecher." Clemens Otten, Anmelder der Kundgebung gegen die Wehrmachtsausstellung vom letzten Samstag am Wiener Heldenplatz, weiß, was man so an Hilfsmitteln für eine "gelungene" Demonstration braucht. Sein Engagement zeigt eines: Offenbar haben Burschenschafter die Kundgebung maßgeblich mitorganisiert. Laut Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) scheint Otten zumindest noch im Jahr 1998 auf der Mitgliederliste der Akademischen Grenzlandsmannschaft Cimbria auf.Mit Mathias Konschill, so das DÖW, war ein weiterer Burschenschafter vorort. Konschill, Mitglied der Wiener Burschenschaft Olympia, hat bei den letzten Bezirksvertretungswahlen in Wien für die FPÖ kandidiert. (pm, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 18. 4. 2002)