Washington - Zwei Tage nach dem schweren Zugunglück im US- Bundesstaat Florida war am Samstag noch unklar, warum der Autozug entgleiste. Sicherheitsexperten schlossen nicht aus, dass ein Schaden am Gleis dazu beigetragen haben könnte. Der Lokführer gab an, er habe eine "Unregelmäßigkeit" an den Schienen vor sich gesehen und deshalb eine Notbremsung ausgelöst. Die beiden Zugmaschinen und die beiden ersten Waggons waren, möglicherweise wegen ihres Schwungs, noch auf den Schienen geblieben. Bei dem Unglück nördlich der Stadt Orlando starben vier Passagiere. Drei von ihnen wurden nach Angaben von Ermittlern aus dem Zug geschleudert. 159 Fahrgäste wurden verletzt. Zwölf lagen am Samstag noch im Krankenhaus. Der beliebte Autoreisezug hatte 418 Passagiere und 34 Bahnmitarbeiter an Bord, als er am Donnerstag (Ortszeit) bei Crescent City entgleiste. Nach Angaben der Zuggesellschaft Amtrak waren die Gleise rund acht Stunden vor dem Unfall inspiziert worden. Dabei habe man keinen Fehler entdeckt. Ein Beamter der Transportsicherheitsbehörde (NTSB) sagte, vier andere Züge hätten die Unglücksstelle kurz vorher problemlos passiert. Es sei in Florida wegen der Hitze nicht ungewöhnlich, dass Schienen sich ausdehnten, doch hätten zum Zeitpunkt des Unfalls nur 27,5 Grad Celsius geherrscht. (APA/dpa)