Athen - Griechenland will die seit der Antike gefürchtete Verbannungsinsel Gyaros in der Ägäis zu einem "Ort der Erinnerung" machen. Die Insel, die auch unter dem Namen "Teufelsinsel" bekannt ist, soll Touristen zugänglich gemacht werden. Ägäisminister Nikos Sifounakis sagte am Montag in Athen, jetzt sei der beste Augenblick gekommen, um die Insel für historisch interessierte Besucher zu öffnen. Alle Gebäude auf der Felseninsel sollen renoviert und saniert werden. Mehr als 22.000 Menschen haben auf der Insel während des griechischen Bürgerkrieges und während der Militärregierung des Obristenregimes (1967-1974) gelitten. Die Felseninsel Gyaros gehört zur Gruppe der Kykladen. Die rund 400 Hektar große Insel diente schon zur Zeit des römischen Kaisers Nero als Verbannungsort. In den vergangenen 20 Jahren diente die Insel als Übungsort der griechischen Kriegsmarine. (APA/dpa)