München - Der weltgrößte Flugzeugbauer Boeing wird nach Angaben der "Süddeutschen Zeitung" nicht in den insolventen Regionalflugzeugbauer Fairchild Dornier investieren. Boeing habe sich das Regionalgeschäft genau angesehen und sei zu dem Ergebnis gekommen, dass in dem Marktsegment kein Geld zu verdienen sei, zitierte die "Süddeutsche Zeitung" in ihrer Dienstagausgabe Boing-Vice-Chairman Harry Stonecipher. Fairchild Dornier hatte Anfang April wegen drohender Zahlungsunfähigkeit Insolvenz angemeldet. Seitdem ist der Regionalflugzeugbauer auf der Suche nach einem Investor. Neben Boeing gelten in der Branche der brasilianische Regionalflugzeugbauer Embraer und der Kleinflugzeughersteller Beechcraft, der zum Raytheon-Konzern gehört, als potenzielle Investoren. Die kanadische Bombardier und der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS, für den Fairchild Komponenten liefert, hatten bereits abgewunken. Erst vor einigen Tagen hatte ein Bankenkonsortium Fairchild Dornier einen Massekredit über 90 Mill. Dollar (101,3 Mill. Euro) zugesichert, der den Fortbestand des operativen Geschäfts des Regionalflugzeugbauers für die nächsten drei Monate sichert. Weitere Einnahmen würden sich abzeichnen, nachdem China offenbar bereit sei, den Import von acht Maschinen des Typs 328JET für Hainan Airlines zuzulassen, berichtet die Zeitung weiter.(APA/Reuters)