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Foto: APA/Kay Nietfeld
Wien - Vergleicht man den Anteil der unter Dreijährigen, die Betreuungseinrichtungen besuchen (in Prozent zur Gesamtzahl aller unter Dreijährigen), dann ist Österreich absolutes Schlusslicht - so der Österreichische Gewerbeverein (ÖGV) Zahlen in Europa Die Zahlen im europäischen Vergleich sprechen für sich:(Quelle: OECD Employment Outlook 2001): Dänemark: 64 Prozent, USA 54 Prozent, Schweden 48 Prozent, Kanada 45 Prozent, Norwegen 40 Prozent, Großbritannien 34 Prozent, Belgien 30 Prozent, Frankreich 29 Prozent, Japan 13 Prozent, Portugal 12 Prozent, Deutschland 10 Prozent, Niederlande und Italien 6 Prozent, Spanien 5 Prozent und als Schlusslicht Österreich mit 4 Prozent. Neben dem gesamtwirtschaftlichen Gewicht von Kindergartenplätzen haben ausreichende Kinderbetreuungseinrichtungen auch Einflüsse auf die Selbstverwirklichung und Karrieremöglichkeiten insbesondere von Frauen. Eine negative Konsequenz einer langen Babypause sind Karriereknicks und in der Folge niedrigere Fraueneinkommen für Wiedereinsteigerinnen. Des weiteren kosten zuwenig im Beruf stehende Frauen dem Sozialversicherungssystem durch Ersatzleistungen viel Geld und leisten gar keine oder zuwenig Beitragszahlungen. Familien sind dann bereit Kinder zu planen, wenn sie auch wissen, dass nach der Geburt nicht der große Einkommens- und Karriereknick folgt. Österreich möge sich anstrengen und bei der Misere der Kinderbetreuungsplätze endlich Anschluss an zivilisierte OECD-Länder finden, lässt der ÖGV wissen. (pte)