Graz - Mit einer Besonderheit wartet die Grazer Oper anlässlich von Graz als Kulturhauptstadt 2003 auf: Das Mariinsky-Theater aus St. Petersburg und der Star-Dirigent Valery Gergiev werden ein Gastspiel in der steirischen Landeshauptstadt geben. Dabei steht eine Neuinszenierung von Cimarosas Oper "Cleopatra" auf dem Programm. Weiters wird ein Oratorium aufgeführt, außerdem zwei Tschaikowski-Opern. Auch zwei Konzerte mit dem Mariinsky-Orchester sind geplant. Anlässlich des 300-Jahre-Jubiläums von St. Petersburg im Jahr 2003 und den Aktivitäten im Rahmen von Graz als Kulturhauptstadt Europas wird es einen Überblick über die russische Musik aus drei Jahrhunderten geben. Aus dem 18. Jahrhundert stammt Domenico Cimarosas Oper "Cleopatra" (ab 12.2.2003), die sehr selten aufgeführt wurde. Cimarosa lebte einige Zeit in St. Petersburg. Im Zentrum der Neuinszenierung von Jonathan Miller stehen die sagenhafte ägyptische Herrscherin und der römische Feldherr Marcus Antonius, deren Liebe auf Grund der unterschiedlichen staatspolitischen Positionen ihrer Heimatländer unmöglich ist. Kombiniert ist die Oper mit dem Oratorium "Ödipus Rex" von Igor Strawinski aus dem 20. Jahrhundert. Tschaikowskis Opern "Mazeppa" (ab 15.2.2003) und "Pique Dame" (ab 11.2.2003) sind bereits bestehende Produktionen des Mariinsky-Theaters, die in Graz gezeigt werden. Solisten, Chor, Orchester und Kirov-Ballett des Mariinsky-Theaters bestreiten alle Aufführungen. Die beiden Konzerte finden am 2. und 23. Februar 2003 statt. Valery Gergiev wurde 1988 Künstlerische Leiter des Orchesters und 1996 mit der Gesamtleitung des Mariinsky Theaters betraut. Seit damals hat das Theater zunehmend wichtige Kontakte mit den größten Internationalen Opernhäusern geknüpft. Zu den wichtigsten Partnern gehören das Royal Opera House Covent Garden, das Teatro alla Scala die Milano, das Théâtre Chatelet Paris, die San Francisco Opera und die Metropolitan Opera, New York. Außerdem bringt das Projekt "spb. bildende.diskurs. film.rock" einen Monat lang einen Abriss der jungen aktuellen off-Szene aus der russischen Metropole nach Graz. In der für St. Petersburg typischen engen Verknüpfung von Bildender Kunst, Film, Musik, Literatur, Philosophie wird junge Petersburger Kultur präsentiert. (APA)