Warschau - Wegen Vergewaltigung eines 60-Jährigen ist ein katholischer Priester in Polen angeklagt. Die Staatsanwaltschaft in der südpolnischen Gemeinde Tomaszow Lubelksi wirft dem 44-Jährigen zudem Körperverletzung vor. Während eines Essens im Jänner habe der alkoholisierte Kirchenmann seinen 60-Jährigen Bekannten zunächst zu Boden geschlagen und anschließend zu sexuellen Handlungen gezwungen. Der Priester habe mehrmals so heftig auf den am Boden liegenden Mann eingetreten, dass diesem eine Rippe gebrochen sei. Schließlich habe er seinen Freund mit dem Tode bedroht, falls er zur Polizei gehe. Der Zwischenfall ereignete sich in der Wohnung des Opfers. Der Priester sei zwar noch auf freiem Fuß, könne Polen aber nicht verlassen, hieß es weiter. Ihm drohen bis zu zehn Jahre Haft. (APA)