Magdeburg - Drei Tage nach ihrem Sieg bei den Landtagswahlen im deutschen Bundesland Sachsen-Anhalt haben Christ- und Freidemokraten am Mittwoch mit Koalitionsverhandlungen begonnen. Sie sollen spätestens in drei Wochen abgeschlossen sein. "Es gibt nur wenige Punkte, wo noch Gesprächsbedarf besteht", sagte der designierte CDU-Ministerpräsident Wolfgang Böhmer nach der ersten Runde in Magdeburg. FDP-Spitzenkandidatin Cornelia Pieper sagte: "Das Klima war aufgeschlossen und herzlich." Am Mittwoch wurden Arbeitsgruppen eingerichtet. Sie sollen in einer Woche ihre Ergebnisse vorlegen. Als spätesten Abschlusstermin der Verhandlungen nannten beide Seiten den 16. Mai. An diesem Tag soll die konstituierende Sitzung des neuen Landtags stattfinden. Bei der Wahl am Sonntag hatte die CDU 37,3 Prozent erreicht, die FDP 13,3 Prozent. Die regierende SPD stürzte auf 20,4 Prozent ab. Die Wahlsieger haben im neuen Landtag zusammen 65 Sitze, SP und PDS- Reformkommunisten zusammen 50. Die Grünen scheiterten erneut. FDP-Spitzenkandidatin Pieper ließ am Mittwoch offen, ob sie ein Ministeramt anstrebt. Sie bleibe aber Generalsekretärin der FDP- Mutterpartei und Fraktionsvorsitzende im Landtag von Sachsen-Anhalt. (APA/dpa)