Wien - "Der Spitzenkandidat ist immer die Spitze der verschiedenen Teams", stellt der geschäftsführende SPÖ-Klubobmann Josef Cap in einem Interview mit der "Presse" (Freitag-Ausgabe) zur schwelenden Debatte um eine Teamlösung an der SPÖ-Spitze fest. Und: "Wir haben etwa ein Team in der Löwelstraße, das sind die zwei Bundesgeschäftsführerinnen (Doris, Anm.) Bures und (Andrea, Anm.) Kuntzl . . ." Auf den Einwand des Redakteurs, diese würden "nicht gerade flächendeckend Zufriedenheit auslösen", meint Cap: "Bitte, die beiden arbeiten exzellent. Die haben zum Beispiel eine tolle Bilanz im Hinblick auf den raschen Abbau der Parteischulden geschafft." In der SPÖ gebe es viele Teamlösungen, so Cap weiter. Neben der Parteizentrale gebe es das Team der Bereichssprecher im Parlament, und es gebe das Team der Präsidiumsmitglieder, wo eben Gabi Burgstaller, Michael Häupl, Hans Niessl und andere die stellvertretenden Parteivorsitzenden seien. "Aber überall steht (Alfred, Anm.) Gusenbauer an der Spitze", sagte der geschäftsführende Klubobmann. Zur aktuellen Diskussion sagt Cap, "da hält niemand etwas unter dem Deckel. Das ist eine Debatte, die eigentlich gar keine richtige Debatte ist, sondern die nur darauf hinweist, dass man - wenn man eine Breite an Persönlichkeiten hat - diese dann auch zum richtigen Zeitpunkt der Öffentlichkeit vorstellen soll. Ich glaube, das ist eingefordert worden. Aber in dem Sinn sehe ich da keine Debatte". Für den richtigen Zeitpunkt für die Präsentation des Teams hält Cap den "Beginn einer Wahlkampagne". (APA)