Wien - Der Flughafen Wien sei im Verkaufsverfahren um den 40-prozentigen Anteil am maltesischen Flughafen unter elf Bewerbern als Sieger hervorgegangen, berichtete Flughafen Wien-Vorstand Kurt Waniek. Vier Kandidaten - darunter der Vienna International Airport - seien in die Short-List gekommen. Der Flughafen Wien habe sich damit gegen die Mitbewerber Alterra (mit Singapur Airport), Vinci (mit den Pariser Flughäfen) und Cintra durchgesetzt.Mehrheitsaktionär des Konsortiums "Malta Mediterranean Link" ist die Flughafen Wien AG mit 53,24 Prozent. 36,13 Prozent hält SCN Lavallin Inc., 10,63 Prozent gehören dem maltesischen Unternehmen Bianchi & Company. Der Eigenkapital-Anteil der Flughafen Wien AG an der Gesamtinvestition des Konsortiums beträgt rund 26 Mill. Euro. Die Flughafen Wien-Gruppe werde ein "Technical Service Agreement" abschließen, um den maltesischen Flughafen-Betreiber in Fragen der strategischen Weiterentwicklung, des Ausbaus des Retail-Geschäftes, Airport- und- Aviation-Marketing sowie Personalentwicklung zu unterstützen, hieß es weiter. Kaufpreis bei 100 Million Euro Der gesamte Kaufpreis für den 40-prozentigen Anteil am maltesischen Flughafen betrage 100 Mill. Euro, sagte Flughafen Wien-Vorstand Kurt Waniek am Freitag zur APA. Die Hälfte davon werde über Eigenkapital des Konsortiums "Malta Mediterranean Link" um den Wiener Flughafen bestritten, der Rest über Fremdkapital. Der Eigenkapitalanteil der Flughafen Wien AG an der Gesamtinvestition des Konsortiums betrage rund 26 Mill. Euro. Keine Fortschritte gibt es indes bei den laufenden Auslandsprojekten in Berlin, Ciudad Real (Spanien) und Mashad (Iran). In Berlin seien die Gespräche mit der Verkaufsseite derzeit im Gange, mit einer Entscheidung werde "demnächst" gerechnet, so Waniek. Mitte März 2002 hatte der deutsche Aufsichtsrat der für den Verkauf der Flughafenholding BBR zuständigen Projektplanungsgesellschaft PPS beschlossen, den Riesen-Airport wie vorgesehen unter privater Regie zu bauen und zu betreiben. Dem Hochtief/IVG-Konsortium gehört als Betreibergesellschaft mit 7 Prozent auch die Flughafen Wien AG an. Warten auf Lizenz in Spanien In Spanien wartet der Flughafen Wien derzeit auf die Lizenz für den Flughafen in Ciudad Real, die vom dortigen Verkehrsministerium erteilt werde. Im iranischen Mashad stecke man derzeit vor Ort die Strukturen ab, mit einer Entscheidung werde in der zweiten Jahreshälfte 2002 gerechnet. In Bratislava/Pressburg bemüht sich der Wiener Flughafen um eine Beteiligung am nahe gelegenen Flughafen und strebt eine enge Zusammenarbeit der beiden Airports an. Die slowakische Regierung hat die Ausgliederung des Flughafens Bratislava aus der staatlichen Hoheitsverwaltung bereits vor drei Monaten beschlossen, diese ist bisher aber noch nicht erfolgt. (APA)