Eisenstadt - Zehn zum Teil schwer verletzte Soldaten forderte Samstag am Abend ein Verkehrsunfall mit einem Heereskraftfahrzeug im Assistenzeinsatz bei Schachendorf (Bezirk Oberwart) im Südburgenland. Zu dem Unglück, das sich auf der B 63 in der Nähe der Gendarmeriegrenzkontrollstelle ereignete, kam es, als der Fahrer des Geländewagens vom Typ Pinzgauer 710, ein 21-jähriger Rekrut aus Wien, bei dem Versuch, einem über die Straße wechselnden Tier auszuweichen, eine Vollbremsung einleitete, berichtete das Militärkommando Burgenland heute, Sonntag. Durch die Vollbremsung kam der Pinzgauer ins Schleudern, überschlug sich zwei Mal und kam auf einem angrenzenden Feldweg auf den Rädern zum Stillstand. Die Insassen - ein Korporal und neun Soldaten der Garde aus Wien und Oberösterreich, die sich seit 5. April im Assistenzeinsatz an der Grenze befanden und ihre Kameraden als Grenzposten ablösen sollten - wurden aus dem Fahrzeug geschleudert. Zwei der Soldaten erlitten einen Lendenwirbelbruch, ein Dritter zog sich eine Unterarmfraktur zu. Die übrigen Mitfahrer erlitten Prellungen und Rissquetschwunden. Die Bergung der Verunglückten löste einen Großeinsatz der Rettungskräfte aus: Insgesamt eilten zwei Notarzthubschrauber des ÖAMTC sowie vier Notarzt- und fünf Rettungswagen mit sieben Ärzten und 22 Sanitätern an den Unfallort. Die Verletzten wurden in die Krankenhäuser Graz, Güssing, Oberwart, Oberpullendorf und nach Eisenstadt gebracht. Nach Angaben des Bundesheeres konnten drei der Männer das Spital bereits verlassen, vier weitere sollen am Montag entlassen werden. Am Unfallfahrzeug entstand Totalschaden. Ein Alkoholtest beim Lenker des Pinzgauer ergab 0,0 Promille. Vom Bundesheer wurde eine Unfallkommission zur Untersuchung des Vorfalles eingesetzt. Seit Jahresbeginn kam es im Burgenland mehrmals zu Verkehrsunfällen mit Heeresfahrzeugen: Anfang Jänner verunglückten innerhalb von vier Tagen drei Pinzgauer. Bei Unfällen mit Heeres-Kfz im Rahmen des Assistenzeinsatzes wurden, das Unglück vom Samstag mitgerechnet, in diesem Jahr im Burgenland bereits 27 Soldaten verletzt.(APA)