Djerba - Zu Beginn der Pilgerfeiern in der La-Ghriba-Synagoge auf der tunesischen Insel Djerba hat die tunesische Regierung den Anschlag vor knapp drei Wochen erneut scharf kritisiert. Tourismusminister Mondher Senaidi sprach am Montagabend bei einer Zeremonie von einem "verabscheuungswürdigen Akt". Derartige Anschläge auf die Freiheit des Glaubens dürften nicht straffrei bleiben. Seine Regierung sei entschlossen, die Freiheit des Glaubens zu schützen. Die Pilgerfahrt zu dem jüdischen Gotteshaus sei ein "Sieg gegen den Fanatismus". Erst vor gut einer Woche hatte die tunesische Regierung, die um die Tourismuseinnahmen fürchtet, eingestanden, dass es sich bei der Explosion eines Lastwagens vor dem jüdischen Gebetshaus am 11. April um einen Anschlag und nicht um einen Unfall handelte. Bei dem Attentat waren 18 Menschen ums Leben gekommen, unter ihnen dreizehn Deutsche. (APA)