Telekom-Aktien mussten am Freitag an den internationalen Märkten kräftig Federn lassen. Die Aktie der Deutschen Telekom notierte fiel am Freitag auf den tiefsten Stand ihrer Geschichte. Die Papiere des britischen Mobilfunkriesen Vodafone fielen nach Gewinnwarnungen ihrer Töchter in Deutschland und Italien auf ein Vier-Jahres-Tief. Die Aktien der France-Telekom brachen auf ein Rekordtief von 23,36 Euro ein. Vergleichsweise gering waren im frühen Handel die Verluste der Telekom Austria. Die Papiere gaben 0,32 Prozent ab und notierten zu Mittag bei 9,32 Euro.T-Aktie unter Druck Die Aktie der Deutsche Telekom ist am Freitag auf den tiefsten Stand ihrer Geschichte gefallen. An der Frankfurter Börse stürzte das Papier bis auf 13 Euro ab. Den zuvor tiefsten Stand hatte die Aktie in der Folge der Terroranschläge in den USA im vergangenen September mit 13,12 Euro erreicht. Zum ersten Börsengang 1996 hatten Privatanleger für die T-Aktie 14,32 Euro gezahlt. Bereits am Donnerstag hatte der Wert bereits knapp sieben Prozent verloren und war damit erneut unter den Ausgabepreis des ersten Börsengangs von 1996 gefallen. Grund war eine Herabstufung durch die Geschäftsbank Goldman Sachs. Hinzu kam die Ankündigung des Unternehmens, dass bei der US-Tochter VoiceStream wegen geänderter Bilanzierungsregeln eine einmalige Abschreibung von 4,3 Milliarden Euro fällig sei. Vodafone im freien Fall Nach einer Gewinnwarnung für ihre Töchter in Deutschland und Italien ist die Aktie des britischen Telefonanbieters Vodafone auf ein Vier-Jahres-Tief gefallen. Am Freitagvormittag verlor das Papier sieben Pence auf 101 Pence (1,63 Euro). Damit war die Aktie der größte Verlierer im FTSE-100-Index, der insgesamt um rund 0,8 Prozent zulegte. Vodafone ist der weltgrößte Mobilfunkkonzern. Das Unternehmen korrigierte nun seine bisherigen Prognosen bei Umsatz und Ergebnis bei der deutschen Tochter Vodafone D2 und der italienischen Tochter Omnitel Vodafone in den kommenden drei Jahren nach unten. Eine Firmensprecherin sagte, die revidierten Zahlen berücksichtigten die Ereignisse der letzten Monate. Experten verwiesen auf die ungewissen Aussichten für den neuen UMTS-Mobilfunkstandard, den Vodafone und andere Unternehmen in Europa wie die Deutsche Telekom gerade mit Milliardenaufwand einführen. France Telecom auf Rekordtiefstand Die Aktien von France Telecom sind am Freitag gegen den Trend zeitweise um 4,6 Prozent auf einen Rekord-Tiefstand von 23,36 Euro eingebrochen. Händler verwiesen angesichts der Kursverluste bei dem französischen Telekommunikationskonzern auf Spekulationen über dessen anhaltend hohe Verschuldung sowie auf den schwachen Ausblick für die gesamte europäische Telekom-Branche. Im Verlauf erholte sich der Kurs etwas. In der Spitze haben die Aktien inzwischen gegenüber ihrem 1997er Ausgabekurs von 27,75 Euro etwa 15 Prozent an Wert verloren. Der Pariser Gesamtmarkt notierte unterdessen um 0,65 Prozent freundlicher. (APA/Reuters/red)