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Foto: APA/Greenpeace/Shirley
Kiew - Vom Gelände des abgeschalteten ukrainischen Katastrophen-Atomreaktors Tschernobyl haben Diebe erneut verstrahlten Nuklearschrott gestohlen. Drei Männer seien bei dem Versuch erwischt worden, eine Tonne belastetes Buntmetall aus der weitläufigen Schutzzone um den Reaktor zu schaffen, teilte die ukrainische Polizei am Samstag nach Angaben der Agentur Interfax mit. Bereits in den vergangenen zwei Jahren war radioaktiver Schrott aus Tschernobyl gestohlen worden. Bei dem schwersten Unglück in der Geschichte der friedlichen Kernkraftnutzung am 26. April 1986 waren um den explodierten Tschernobyl-Reaktor auch zehntausende Tonnen Metall verstrahlt worden. Der Verkauf von gestohlenem Metall an Schrotthändler gilt als einträgliches Geschäft. Die Ukraine hatte auf internationalen Druck das Kernkraftwerk Tschernobyl am 15. Dezember 2000 komplett abgeschaltet. (APA/dpa)