Herr und Frau Österreicher stehen dem Einkaufen und Bezahlen mit dem Handy (M-Commerce) noch skeptisch gegenüber. Größte Hemmschwellen sind die mangelnde Sicherheit von mobilen Transaktionen und die schlechte Usability, wie eine im Auftrag von One durchgeführte Umfrage zeigt. Nur vier Prozent der Befragten verbinden das Handy ganz spontan mit einem möglichen Kauf von Eintrittskarten oder Ähnlichem. Shopping assoziieren gar nur zwei Prozent mit dem Mobiltelefon. Das größte M-Commerce-Potenzial liegt bei der Jugend. Für knapp ein Drittel der 14- bis 19-jährigen und knapp über ein Viertel der 20- bis 29-jährigen ist der mobile Handel interessant. Ermittlung Im Rahmen des monatlich erscheinenden One-Mobilfunkbarometers befragte das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Integral rund 1.000 Österreicher zu ihren mobilen Einkaufsgewohnheiten. Schon auf den ersten Blick zeigt sich, welchen Stellenwert der mobile Handel derzeit einnimmt: 63 Prozent der Befragten verbinden das Handy neben dem Telefonieren spontan mit dem Versand von SMS, gefolgt von Surfen im Internet (30 Prozent) und Spielen (20 Prozent). Lediglich drei Prozent denken daran, mit dem Handy Lottotipps mobil abzugeben bzw einzukaufen (zwei Prozent). Die tatsächliche Anzahl der Nutzer deckt sich ziemlich genau mit den spontanen Nennungen. Fünf Prozent der befragten Handybesitzer haben bereits Karten für Veranstaltungen über das Handy bestellt und bezahlt. An zweiter Stelle liegt mit vier Prozent das Surfen mit dem Handy im Internet, um dort zum Beispiel Logos und Klingeltöne zu bestellen. Vorstellungskraft Die Ergebnisse der Umfrage lassen allerdings ein großes Wachstumspotenzial erkennen. Über ein Drittel der Handybesitzer (37 Prozent) kann sich vorstellen, in Zukunft Veranstaltungstickets mobil zu kaufen. Weitere Services mit großen Zukunftschancen sind etwa das Lösen von Tickets für öffentliche Verkehrsmittel, der Kauf von Schipässen, Lotto spielen und bei Automaten zu bezahlen. Knapp 40 Prozent aller Befragten (45 Prozent der Handybesitzer) sehen die Vorteile darin, kein Bargeld mehr herumtragen zu müssen, über ein Drittel (41 Prozent der Handybesitzer) will mit M-Commerce Zeit sparen und 30 Prozent (36 Prozent der Handybesitzer) sehen mit dem Handel über das Handy die Möglichkeit, immer und überall einkaufen zu können. Sicherheitsbedenken Als größtes Problem des M-Commerce wird die Sicherheit gesehen. 42 Prozent der Österreicher und gar 47 Prozent der Handybesitzer betrachen das Bezahlen mit dem Handy als zu unsicher. Für 37 Prozent der Österreicher und 43 Prozent der Handybesitzer scheitern Einkäufe über das Handy am mangelnden Komfort, weil man auf der Tastatur zu viel herumtippen muss. (pte)